• Der Bachelor 2014 – Ein Mann mit Glatze

    Kaum ein anderes Thema wurde zu Zeiten der Bachelor-TV-Ausstrahlungen so kontrovers diskutiert, wie die Frisur des besagten Mannes. In vier Bachelor Staffeln war dies der erste Bachelor der sich ohne Haupthaar präsentierte. Zu den kontroversen Diskussionen trugen –  wie auch im N24 Bericht zum Bachelor 2014 nachzulesen – , die beiden Kandidatinnen bei, die offen zugaben dem Bachelor wegen seinem fehlendem Haupthaar einen Korb gegeben zu haben.

    Wenngleich es im Grunde schon immer zwei Fronten gab, die für entweder eine volle Frisur oder eben für interessante andere Frisuren plädieren, so konnte man doch mit Erstaunen beobachten, wie sehr sich die Community erhitzen kann, wenn es um eine Person des öffentlichen Interesses geht. Eine Glatze hat schon seit vielen Jahren ihre Zuordnung zu politisch heiklen Kreisen verloren und dennoch liest man von extrem herabwürdigenden Meinungen, wenn sich ein „Mann der Begierde“ ohne Haarpracht zeigt. Erstaunlich ist auch, dass sich so viele sehr junge Menschen so gar nicht mit der Bachelor-Glatze anfreunden konnten. Gerade der modernen und jungen Generation hätte man in der Theorie doch mehr Toleranzhaltung und vielleicht sogar auch Wohlwollen zugetraut. Weit gefehlt, wie man anhand der vielen Beiträge in Social-Communities und auf anderen einschlägigen Internet-Portalen in Erfahrung bringen konnte. Hat man sich womöglich zu sehr daran gewöhnt, dass heutzutage niemand mehr ohne Haare sein muss? Schließlich wurde nicht zuletzt durch prominente Beispiele bekannt (wie siehe die Haartransplantation von Robbie Williams oder Jürgen Klopp), dass eine Haartransplantation sehr gelungene Resultate erzielen und schöne Frisuren zurückbringen kann, so dass Haartransplantationen inzwischen in allen Kreisen als en vogue gelten.

    Was schreckt die Menschen ab bei Anblick einer Glatze?

    Verständlich mag eine Abneigung gegen eine Glatze erscheinen, wenn es sich zudem um einen Menschen handelt, der einer Gruppierung angehört, welche keinen guten Leumund besitzt – von der berüchtigten Hooliganszene bis hin zu ähnlich befremdlichen Vereinigungen. Aber was ist mit all´ den anderen Männern, die einem geregelten Leben nachgehen und sich wohlwollend in die Schicht der redlichen Bürger einreihen? Kann eine Glatze den Ruf ruinieren und beispielsweise die Partnersuche derart negativ beeinflussen, dass man Sorge haben müsste, diese Männer sind in jeder Hinsicht beeinträchtigt durch ihre Frisurwahl? Offensichtlich scheint eine Glatze doch mehr an negativen Resonanzen zu haben, als gemeinhin angenommen. Dabei ist es gar nicht mal der amtierende Bachelor in Person, der diese Welle ausgelöst hat, sondern es zeigt sich vielmehr durch die Medienpräsenz dieses Mannes, welche Meinungen vertreten werden, die einem ohne dieses TV-Format gar nicht zuteil geworden wären. Was aber kann man daraus ableiten? Welchen Einfluss nimmt diese Entwicklung auf Männerfrisuren-Trends und auch andere Bereiche von Lifestyle und Trendsetting?

    Das ist in der Tat recht schwer einzuschätzen, denn hier kommen viel mehr Hintergründe zum Tragen, als es bei anderen neuen Linien der Fall ist, wenn beispielsweise ein kleines Tattoo bei einer prominenten Person den Auftakt gibt zu weltweitem Umdenken, so dass die tätowierte Haut heute völlig en vogue ist. Bei einer Glatze kommen unweigerlich Fragen auf, die den gesamten Menschen abchecken und teils recht kontrovers betrachten. Eine männliche Glatze kann ein bisweilen harmonisches Gesicht und eine durchweg freundliche Ausstrahlung umkehren und aus einem wohlwollenden Menschen einen augenscheinlich harten Mann kreieren. Wohl dem, der eine Kopfform besitzt, die eine Glatze ausgewogen zur Geltung bringt. Wenn dem nicht so ist und sich die Kopfform an sich schon ausgesprochen markant darstellt, dann ergibt sich hierbei die nächste Hürde für all´ jene Männer, welche absolut kein Interesse an einer virilen Ausstrahlung haben. Allerdings stellt die moderne Schönheitschirurgie an dieser Stelle eine Option zur Wahl, die alle Sorgen vergessen macht, denn eine Haartransplantation kann ersetzen, was die Natur nicht ausreichend zur Verfügung hält. Auch wenn Haartransplantation seine Grenzen hat und niemals mehr der Haarschopf wie mit 18 erreicht werden kann, so kann auf diese Weise auch bei erblich bedingtem Haarschwund in der Regel eine gelungene Frisur „konstruiert“ werden, so dass jedem Mann die Möglichkeit zu einer Ausstrahlung nach individuellen Präferenzen gegeben ist bei entsprechender Eignung für eine Eigenhaarverpflanzung.

    Eine Glatze kann maskuline Züge vermitteln und unterstreichen

    Kann eine Glatze einem eher femininen Männertyp die Grundsubstanz an persönlich wichtigen Merkmalen rauben, so können sich im Gegensatz dazu alle Männer mit einer Glatze bereichern, denen naturgegeben nicht der Wunsch nach ausgeprägter Männlichkeit erfüllt wurde. Sicherlich spielen einige Gesichtsmerkmale ebenso dazu bei, beim Anblick eines Mannes einen ersten Eindruck zu erhalten und auch daran festzumachen, ob man sein Gegenüber als männlich oder eher harmonisch-empathisch einschätzen mag. Dennoch gehen die ersten Blicke erwiesenermaßen sogleich auch zu der Frisur über. Wenn auch zuweilen unmerklich, so trägt aber die Frisur maßgeblich zum ersten Eindruck bei. Darüber hinaus lieben es viele Frauen, mit den Haaren des Partners zu spielen, durch das Haar zu streichen und eine erhebliche und erstaunlich hohe Anzahl der Frauen definiert dieses sogar als „unbedingt wichtiges Kriterium“ bei der Partnerwahl. Da sollte es nicht verwundern, dass Männer nach Alternativen zu vollem Haar ausschau halten, um diese von der Damenwelt bevorzugten Kritierien erfüllen zu können. Haare lassen sich durch Haarersatz oder auch eine Haartransplantation ersetzen, ein erster Eindruck jedoch ist unwiederbringlich geschehen, den kann man (Mann) nur ein einziges Mal hinterlassen. Wohlweislich entscheiden sich unter anderem aus diesem Grund nicht wenige Männer, sich einer Haartransplantation zu unterziehen. Denn wie man es auch drehen und wenden mag: Sowohl privat, wie auch beruflich sind auch in heutigen, modernen Zeiten tatsächlich noch Haare und Frisuren ausschlaggebend für eine erfolgreiche Zukunft. Um sich hier frei entscheiden zu können, bedarf es in der Regel eines gewissen beruflichen Standes. Dieser will jedoch erst einmal erreicht sein, so heißt es für die meisten Aufsteiger: Das gesamte Erscheinungsbild ist einschließlich der Haare anzupassen an die gesellschaftlichen Gegebenheiten. Eigenhaarverpflanzungen werden daher sehr oft zwischen akademischer Ausbildung und Berufseinstieg unternommen.

    Die Evolution hat alles fest im Griff

    Frauen sprechen sich prozentual mehr für Männer aus, die einen vollen Haarstatus aufweisen. Bevor man nun zu sehr den unterschiedlichsten Spekulationen Raum geben mag, sollte man sich auf das besinnen, was die Natur seit Millionen von Jahren durch evolutionsbedingtes Verhalten weitergibt. Um den Fortbestand der menschlichen Rassen zu sichern, hält das weibliche Geschlecht intuitiv nach den wesentlichen Merkmalen Ausschau. Volles Haar gehört ebenso dazu, wie auch ein vor Kraft strotzender Körperbau – möglichst auch gepaart mit einer überdurchschnittlichen Intelligenz und Bildung. Groß, kräftig, souverän, ohne Makel und überaus begabt sollte der „Alpha-Mensch“ sein, welcher seine Gene zum Fortbestand einbringt. So hat es die Natur vorgesehen. Die Dominanz solcher männlicher Eigenschaften entspricht sicherlich nicht dem Geschmack aller Frauen, allem voran nicht in heutigen, modernen Zeiten, in welchen die Frau nicht mehr zwingend auf den Schutz und die Ernährung durch den Mann angewiesen ist. Hier gilt es also, durchaus einige Zugeständnisse im Sinne der enormen gesellschaftlichen Veränderungen zu machen. Mit diesem Hintergrund könnte man nun erneut in sich gehen und die Glatze nochmal neu beleuchten. Aber wie immer im Leben ist es letztlich wohl einfach Geschmacksache, welche Frisuren Frauen bei den Männern bevorzugen. So brauchte auch der amtierende Bachelor seine Glatze nicht zu seinem Nachteil zu verbuchen, denn letztlich blieben ihm genügend Damen zur Auswahl übrig, die sich durch seine Glatze nicht haben abschrecken lassen.

    Und sollte er sich doch eines Tages umentscheiden wollen, so stehen ihm exzellente Haarchirurgen zur Verfügung, um vielleicht doch noch anstatt einer Glatze zu einer schönen Frisur zurückzukehren. Nicht selten ist die Entscheidung zu einer Glatze auch nur einem vorübergehenden Vorzug zuzuschreiben. Dieser resultiert daraus, dass man zu einer derart radikalen Maßnahme gegriffen hat, weil man einfach nicht mehr zusehen mochte, wie sich die Haare anlagebedingt nach und nach verabschieden und die Haarpracht rapide schwindet. Die Techniken von Eigenhaarverpflanzungen erfahren einen kontinuierlichen Fortschritt, so dass dieser Bereich der Schönheitschirurgie auch zukünftig verfügbar sein wird, um im gegebenen Falle frei entscheiden zu können, wann ein solcher Schritt bei Eignung infrage kommen kann.

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