• Der Patientenfall F. aus Süddeutschland: Etwa 15.000 Euro Schadensersatz für eine mehr als 10 Jahre zurückliegende, verpfuschte Haartransplantation

    Der aus Süddeutschland stammende Herr F. (22 Jahre alt in 2005) verfügte seinerzeit weitestgehend über volles Haar. Jedoch störten ihn seine leichten Geheimratsecken und so stellte er die Überlegung an, diese mittels Haartransplantation beheben zu lassen – inspiriert durch eine TV-Reportage über Haarverpflanzungen.

    Zur Beratung bezüglich seiner Möglichkeiten stellte er sich in Süddeutschland bei einem sogenannten Facharzt für plastische Chirurgie vor. Wie so oft fälschlicherweise angenommen, ging auch Herr F. davon aus, dass ein Facharzt für plastische Chirurgie auch die Qualifizierung/Ausbildung für Haartransplantationen besitzt. Dass Haarchirurgie und Haartransplantationen allerdings nicht zum Ausbildungskatalog eines Facharztes für plastische Chirurgie gehören, war ihm damals im Jahre 2005 und auch bis 2015 nicht bewusst.

    Nach mehrfach ungenügender Aufklärung (Herr F. erfuhr erst 2013 davon) führte besagter Facharzt für plastische Chirurgie im Juni 2005 in Süddeutschland eine Haartransplantation mittels Streifenmethode (FUT) und Mini-/Micrograft-Verpflanzung bei dem Patienten F. durch. Das Ergebnis dieser Haartransplantation ist katastrophal ausgefallen. Vorne im Empfangsbereich zeigten sich viel zu dicke Grafts und eine insgesamt unzureichende „Dichte“, was in ästhetischer Hinsicht absolut unnatürlich wirkte.

    Am Hinterkopf behielt Herr F. eine mehr als Finger-breite und sichelförmige Narbe zurück.

    Der Patient fühlte sich verunstaltet. Sein Leben war durch dieses desaströse Resultat der verpfuschten Haartransplantation sehr belastet, was deutlich negative Veränderungen in seinem Leben nach sich zog. So litt der Patient beispielsweise sehr unter der ständigen Sorge, man könne ihn auf die optisch sichtbaren Merkmale der verpfuschten Haartransplantation ansprechen, die sich am Vorderkopf zeigten. Ebenso war ihm die durchschimmernde, extrem breite und sichelförmige Narbe extrem peinlich, die unweigerlich den Blick Dritter auf sich zog, was Herrn F. sehr verunsicherte. In seiner Verzweiflung legte er sich Haarersatz zu (Contact Skin), um den entstellten Kopf vor den Augen Dritter verbergen zu können. Mit diesem Haarersatz lebte er bis zum Jahre 2013, bis er den Mut fand, diesen Zustand zu ändern.

    Auf der Webseite Hairforlife.info las er von der HLC-Clinic/Team Dr. Özgür in Ankara/Türkei und erfuhr auf diesem Wege, dass die Hairline Clinic auf Repair-Work bei verpfuschten Haartransplantationen spezialisiert ist.

    Als Herr F. zur ersten Beratung in der Hairline Clinic eintraf, war selbst der Klinikleiter Dr. Özgür erschrocken ob des Ergebnisses der vorangegangenen Haartransplantation und äußerte, er habe niemals zuvor ein derart schlechtes Resultat einer Haarverpflanzung gesehen. In der Hairline Clinic Ankara wurde in Folge die erste Korrekturbehandlung bei Herrn F. durchgeführt: Die Mini-/Micrografts wurden entfernt und es wurden ca. 3.000 Grafts per FUE-Technik transplantiert.

    Das Resultat löste enorme Begeisterung bei dem Patienten aus! Im Vergleich zu dem katastrophalen Haarstatus, der aus der 1. Haarverpflanzung resultierte, konnte er sich nun über eine phänomenale Verbesserung freuen und damit auf ein völlig neues Lebensgefühl.

    Mittels einer weiteren Behandlung wird in der HLC Clinic bei Herrn F. eine Narbenkorrektur durchgeführt. Dies geschieht zeitversetzt, da Korrektur-Operationen in der Regel in mehreren Schritten/Operationen erfolgen, um Patienten, das Spendermaterial, so wie die zu behandelnden Flächen zu schonen und somit ganzheitlich das bestmögliche Resultat erzielen zu können. Ebenso werden an der Haarlinie noch die letzten unnatürlichen Grafts entfernt. Diese Behandlungen stehen jedoch noch aus.

    Nachdem Herr F. durch Dr. Özgür über die verschiedenen Mängel und die fehlende Aufklärung bezüglich der Haartransplantation (Durchführung 2005) informiert worden war, erfuhr er später durch Hairforlife von der Möglichkeit, einen Fachanwalt für Medizinrecht in Anspruch nehmen zu können. Herr Rechtsanwalt Christoph Bomke (Medizinrechtskanzlei BBP Rechtsanwälte mit Sitz in Berlin) hat sich u.a. auf solche Schadensfälle spezialisiert und konnte bereits vielen geschädigten Hairforlife-Kunden helfen, damit diese Schadensersatz und Schmerzensgeld erhalten konnten. Auch Herr F. nahm diese Hilfe in Anspruch und betraute den Fachanwalt für Medizinrecht Christoph Bomke mit seinem Patientenfall. Im Jahre 2015 folgte eine Klage gegen besagten plastischen Chirurgen aus Süddeutschland, dem massive handwerkliche Fehler, so wie vor allem Aufklärungsdefizite vorgeworfen wurden – u.a.:

    * Fehlende Aufklärung darüber, dass bereits im Jahre 2005 die FUE-Technik als moderne, schonende und quasi narbenfreie Methode bekannt war, durch welche sich absolut natürliche Resultate erzielen lassen

    * Fehlende Aufklärung zu der Tatsache, dass dieser Arzt weder die Ausbildung für haarchirurgische Eingriffe, geschweige denn, ausreichende Erfahrung auf diesem Gebiet besitzt

    * Fehlende Aufklärung darüber, dass mittels Anwendung des gegen Haarausfall verordneten Arzneimittels Finasterid das Fortschreiten des Haarausfalls gestoppt werden kann – mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90 %

    Das Oberlandesgericht Bamberg gab der Klage des Herrn F. gegen besagten Arzt im Jahre 2017 statt, Herr F. erhielt ca. 15.000 € Schadensersatz auf dem Vergleichswege. Das Oberlandesgericht stellte hierbei fest, dass die Ansprüche des Herrn F. in keinem Falle verjährt seien. Allerdings wurde seitens des Gerichts wegen des Zeitablaufs von fast 10 Jahren lediglich ein Mitverschulden zugrunde gelegt, wodurch der Anspruch des Klägers auf Schmerzensgeld und Schadensersatz auf lediglich ca. 15.000 € zu verkürzen sei. Begründung: Der Kläger hätte sich bereits viel eher einer Repair-Behandlung unterziehen können, dann wären der psychische Schaden und alle anderen negativen Auswirkungen aller Wahrscheinlichkeit nach nicht in dem nun vorliegenden Ausmaße entstanden.

    Hätte Herr F. bereits in den ersten Jahren nach der Haartransplantation seine Ansprüche auf dem Klagewege gegen den Behandler gestellt, hätte er auf eine erheblich höhere Entschädigung hoffen können, die durchaus im Bereich des Doppelten der nun erhaltenen Geldsumme hätte liegen können.

    Dieser Patientenfall ist äußerst interessant – und steht stellvertretend für eine Vielzahl von ähnlich gelagerten Fällen, wie sie immer wieder an Hairforlife herangetragen werden. Einmal mehr wird deutlich, wie wichtig es ist, keine vorschnellen Entscheidungen zu treffen und sich ausschließlich für einen Behandler zu entscheiden, der über entsprechendes Renommee verfügt, auf Haartransplantationen spezialisiert ist und demzufolge auch einen großen Erfahrungsschatz belegen kann. Dabei sollte man auch eine etwas weitere Anreise oder Flugreise nicht scheuen und die Wahl eines ausgewiesenen Spezialisten für Haarverpflanzungen nicht am Klinikstandort festmachen!

    Bei der Wahl eines Behandlers mit Standort in Deutschland handelt es sich sehr oft um einen Facharzt der plastischen Chirurgie. Insbesondere, wenn das klinikseitige Behandlungsangebot auch Schönheitskorrekturen umfasst, besitzen die dort behandelnden Chirurgen in der Regel keine explizite haarchirurgische Ausbildung. Andere Qualifikationen kommen in keinem Falle einer haarchirurgischen Ausbildung gleich! Auch fehlt es in der Regel an Erfahrungen, die namhafte und ausgewiesene Experten für Haarchirurgie belegen können.

    Bei Hairforlife erhalten Interessenten für Haartransplantationen seit mehr als 14 Jahren umfassende Informationen, so wie Antworten auf alle Fragen, die bei der Wahl eines renommierten Behandlers entscheidend sind. Bei allen Hairforlife-Kooperationspartnern handelt es sich ausnahmslos um Spezialkliniken für haarchirurgische Eingriffe.

    Ebenso verdeutlicht dieser Patientenfall, dass auch nach ~ 10 Jahren post OP noch die Möglichkeit besteht, Ansprüche gegen den Behandler geltend zu machen. Niemand sollte den Mut verlieren und sich mit seiner belasteten Lebenssituation abfinden! Es ist vielen Menschen nicht bekannt, aber der behandelnde Arzt haftet auch, wenn er den Patienten nicht darüber aufklärt, dass das Fortschreiten des Haarausfalls mittels des Arzneimittels Finasterid mit hoher Wahrscheinlichkeit gestoppt werden kann. Im Falle der diesbezüglich fehlenden Aufklärung hat der Arzt für das Fortschreiten des Haarausfalls regelmäßig einzustehen. Bleiben Sie nicht untätig, sondern geben Sie sich die Chance, wieder zu einem normalen, erfüllten Leben zurückfinden zu können.

     

     

     

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