Haartransplantation Risiken: Wie gefährlich ist der Eingriff?

ÜBER DEN AUTOR ANDREAS KRÄMER

Betroffener von Haarausfall, Fachberater seit 2004, Co-Autor vom Buch "Haartransplantation Ratgeber" der Alliance4Hair, Gründer von Propatient mit Rechtsanwalt Chr. Bomke, Mitgründer vom HTTC-Trainingscenter für Ärzte. Bekannt aus SWR, SAT 1, ZDF, Spiegel u.v.a.

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Haartransplantation Risiken
Haartransplantation Risiken und Nebenwirkungen

Risiken, Nebenwirkungen und Erfolgsquote einer Haartransplantation

Immer mehr Frauen und Männer unterziehen sich für volleres Haar einer Haartransplantation. Mit dem ansteigenden Bedarf an Haar-OP’s steigt jedoch beträchtlich die Zahl der Anbieter von Ärzten mit unzureichendem Know-how und Erfahrung, was letztendlich auch höhere Risiken und Nebenwirkungen bedeutet, gerade wenn die OP in Billigkliniken wie in etwa in der Türkei durchgeführt wird. Wie gefährlich eine Haartransplantation und wie hoch das Risiko, aber auch die Erfolgsquote bei einer Haarverpflanzung ist, wo genau die Risiken liegen und wie sich der weltführende Verband ISHRS dazu äußert und sogar aufgrund einer weltweit stark ansteigender Anzahl von sogenannten „Black-Market“ Kliniken die Kampagne „Fight the fight“ ins Leben gerufen hat im Kampf gegen die ansteigende Anzahl von OP-Pfusch durch Anbieter mit unseriösen Methoden, lesen Sie hier!

Risiko wie Klobürsten-Look, Mottenfrass und Fussballfeld-Optik, schlechte Anwuchsrate, falsche Wuchsrichtung, Narben, Cobblestoning und Pitting

Eine Haartransplantation beschreibt einen Eingriff am menschlichen Körper und bringt auch Risiken und Nebenwirkungen mit sich – wie bei allen anderen operativen Eingriffen in jedweden medizinischen Bereichen ebenso immer auch ein Risiko besteht. Im Bereich einer Haartransplantation sind die Risiken vor allem im Empfangsgebiet Klobürsten-Look, schlechte Anwuchsrate, falsche Wuchsrichtung, Narben und im Donorgebiet Mottenfrass und Fussballfeld-Optik, Narben.

Schauen Sie sich auch die Kurzübersicht der Haartransplantation Risiken in folgender Tabelle an (die Tabelle lässt sich je nach Bildschirmauflösung nach links und rechts scrollen):

Risiken je TechnikFUT Streifen-Technik FUE (Einzelentnahme-Transplantation)
Risiken im Entnahmegebiet/SpenderbereichBreitere Narbe welche es notwendig macht die Haare im Haarkranz lang zu tragen. Ebenso das Risiko von länger anhaltendem Spannungs- und TaubheitsgefühlDezimierter Haarkranz und „Overharvesting“, Mottenfrass und Fussballfeldoptik. In Folge bringt dies nicht nur optische und ästhetische Schädigungen mit, sondern ruiniert auch die Graft-Reserven in der Spenderzone, mit fehlenden Optionen für die Zukunft.
Risiken im EmpfangsgebietBei beiden Methoden

Schlechte Anwuchsrate, unnatürliche Haarlinie, dicke Grafts, falsche Wuchsrichtung, Klobürsteneffekt, Cobblestoning und Pitting
Bei beiden Methoden

Schlechte Anwuchsrate,
unnatürliche Haarlinie,
dicke Grafts, falsche
Wuchsrichtung,
Klobürsteneffekt,
Cobblestoning und
Pitting
Haarverpflanzung Risiken in der Übersicht je nach Technik

Erfahren Sie im Weiteren aber auch ausführlich, welchen Risiken Sie sich insgesamt bei einer Eigenhaarverpflanzung aussetzen und wie sich diese bestmöglich einschränken lassen.

Mangelnde Ausbildung und Qualifikation – Das Fach „Haartransplantation“ wird bisher in keiner Universitätsausbildung gelehrt!

Allem voran entscheidet die Auswahl eines geeigneten Anbieters/Haarchirurgen über das Ausmaß an Risiken. Die Ausbildung, Qualifikationen, Erfahrungen und außerordentlichen Fähigkeiten eines Arztes sind entscheidend für das Gelingen der Haartransplantation.

Ein grundsätzliches Problem allerdings, dass in vielen Ländern und auch in Deutschland, das Fach „Haarchirurgie“ bisher in keiner Universitätsausbildung gelehrt wird, weder in der Fortbildung zum plastischen Chirurg, noch in Fortbildungen zu anderen Themen! Ein Facharzttitel alleine garantiert also noch lange nicht ausreichendes Know How und Erfahrung in Sachen Eigenhaartransplantation und ebenso garantiert ein Facharzttitel noch lange nicht eine gute Anwuchsrate mit natürlichem Resultat (lesen Sie dazu auch den Artikel Eigenhaarverpflanzung in Deutschland ja oder nein?)!

Darüber hinaus tragen auch die gewählte Methode und die diesbezüglich verwendeten Instrumente und/oder medizinischen Geräte zu einer bestmöglich durchgeführten Haartransplantation bei. Intransparenz mit dem Namen und den Qualitätsmerkmalen des durchführenden Arztes hingegen erhöht das Risiko erheblich! Um diese so gering wie möglich zu halten, empfiehlt sich die Wahl eines renommierten, spezialisierten Haarchirurgen mit herausragenden Fähigkeiten, dessen gelungene Resultate belegt sind und/oder von ehemaligen Patienten im Internet dokumentiert wurden.

Risiken einer Haartransplantation und Behandlungsfehler

Das Thema Risiko und „Behandlungsfehler“ ist ein weites Feld und zuweilen heikles Thema, meist geht es bei Haartransplantationen um unschöne und hässliche Narben, unnatürlich wirkende Haarlinien mit Haaren in falscher Wuchsrichtung und Klobürstenlook (zu dicken Transplantaten in vorderster Front), schlechte und niedrige Anwuchsrate und bei FUE Operationen im Donorbereich häufig um dezimierte Donorgebiete mit Mottenfrass und Fenster-Optik(lesen Sie auch auf unserer speziellen Unterseite „Haartransplantation Narben, Narben entfernen/Entfernung (Korrektur),  zerstörter Spenderbereich und Beispiel-Bilder“). Schnell sprechen unzufriedene Patienten von Behandlungsfehlern bei misslungener Eigenhaartransplantation, allerdings lassen sich Behandlungsfehler von Laien lediglich mutmaßen. Im Zweifel können einzig ein medizinisches Gutachten und in letzter Konsequenz ein Gericht darüber befinden, ob tatsächlich ein Behandlungsfehler vorliegt. Dennoch steht das Risiko im Raum – und je unbekannter und unerfahrener ein Arzt ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit eines Behandlungsfehlers! Auch hierbei besteht das geringste Risiko bei der Auswahl eines ausgewiesenen Spezialisten!

Wie gefährlich ist eine Haartransplantation? Ein Überblick: Narben, falsche Wuchsrichtung, Klobürstenlook, Mottenfrass und Fussballfeld-Optik, schlechte Anwuchsrate

Risiken Haarkranz (Spenderbereich)

FUE Haartransplantation (Einzelhaarentnahme-Technik)

Risiko einer Haartransplantation im Haarkranz bei FUE Beispiel 1. Fenster- und Fussballfeldoptik und Mottenfrass
Haartransplantation Risiken im Haarkranz bei FUE Beispiel 1. Fenster- und Fussballfeldoptik und Mottenfrass

Herausragende Kenntnisse des Operateurs sind unabdingbar, um eine schonende und optimal verteilte Entnahme der FUs (Follicular Units, Grafts, Haarfollikel) zu gewährleisten. Gelingt dies nicht, können die Haartransplantation Risiken drastisch ansteigen und optisch sehr unschöne Erscheinungen zurückbleiben, die als (umgangssprachlich) „Mottenfraß“ bezeichnet werden.

Mottenfrass nach einer Haartransplantation mit der FUE Technik (Einzelentnahme): Fussballfeld und Fenster-Optik

Risiko einer Haartransplantation im Haarkranz Beispiel 2
Haartransplantation Risiken im Haarkranz bei FUE Beispiel 2: Fenster- und Fussballfeldoptik und Mottenfrass nach einer FUE-Haarverpflanzung

Werden die benötigten Transplantate maschinell entnommen (Mikromotorentnahme) bestehen bei Ausführung durch einen unerfahrenen Arzt oder Nutzung eines technisch unausgereiften Geräts das Risiko von deutlich sichtbarer abgeernteter Areale, die an ein „Fußballfeld“ oder „Fenster-Optik“ erinnern. Ebenso sind Patienten der Wahrscheinlichkeit der Graft-Beschädigung ausgesetzt. Werden verhältnismäßig zu viele Graft entnommen, spricht man von „overharvesting“, was nicht nur o.g. optische und ästhetische Schädigungen hinterlässt, sondern darüber hinaus auch die Graft-Reserven in der Spenderzone ruiniert.

FUT (Entnahme durch operative Hautstreifenentnahme) 

Haartransplantation Risiken bei der FUT Technik im Haarkranz: Breitere sichtliche Narben
Risiken bei FUT Haartransplantationen und die Gefahr von breiteren lineare Narben

Die operative Extraktion eines Hautstreifens am Hinterkopf geht mit einigen Risiken einher. Der entnommene Hautstreifen dient der Gewinnung der benötigten FU´s, die im Empfangsbereich implantiert werden sollen. Auch bei Einsatz dieser Methode sind exzellente Erfahrungen von Nöten, um die Grafts/Haarfollikel unbeschädigt aus dem entnommenen Hautlappen zu generieren. Zudem hat jedoch auch der Patient selber Unannehmlichkeiten zu befürchten, die sich aus der eigentlichen operativen Entfernung des Hautlappens ergeben. Die Haartransplantation kann unschöne Narben hinterlassen, es können längerfristig unangenehme oder auch schmerzhafte Spannungsgefühle zurückbleiben und im Extremfall können Wundheilungsschwächen das Abheilen behindern.

Haartransplantation Risiken im Empfangsbereich: Unnatürliche Haarlinie, dicke Grafts und Klobürsteneffekt

Risiken im Empfangsbereich: Dicke Grafts in der Haarlinie bilden bei einer Transplantation einen unnatürlichen Klobürsten-Look
Haartransplantation Risiken im Empfangsbereich: Unnatürliche Haarlinie, dicke Grafts und falsche Wuchsrichtung

Eine besonders wichtige Stellung bezüglich den Risiken einer Haartransplantation nimmt der Empfangsbereich ein. Eine Haarlinie beschreibt die wichtigste Zone im Zuge eines haarchirurgischen Eingriffs! Der erste Blick eines Gegenübers richtet sich an das Gesicht und die Haarlinie.

Eine unnatürlich angelegte Haarlinie fällt somit sofort ins Auge und deshalb sollte man insbesondere die Risiken einer Haartransplantation im Empfangsbereich sehr ernst nehmen! Einige weltweit anerkannte und renommierte Haarchirurgen haben sich auf die Haarliniengestaltung spezialisiert, die Konsultation eines ausgewiesenen Experten lohnt in jedem Falle! Andernfalls besteht das Risiko von unnatürlich gestalteten Haarlinien (zu weit ins Gesicht gezogen, zu weit Richtung Oberkopf ausgerichtet oder in der Linienführung unästhetisch angelegt) und auch das Risiko, dass zu „dicke“ Grafts in die Haarlinie implantiert werden oder die Gruppierungen nicht korrekt ausgewählt werden. Im Ergebnis erzeugt dies unnatürliche „Büschel“ von Haaren, einen sogenannten Klobürsteneffekt, wo von Natur aus lediglich einzelne Haare (1er-FU´s) wachsen und somit ist die Ästhetik der Haarlinie ruiniert.

Die Hautöffnungen (slits) im Empfangsbereich (Implantationsareal) sollten unbedingt von einem versierten Haarchirurgen gesetzt werden! Auch das Implantieren der Transplantate (Haarfollikel) wird bei einigen Kliniken an spezielle dafür ausgebildete nichtärztliche Mitarbeiter delegiert. Auch hierbei sind außerordentliche Fähigkeiten gefragt, um fehlerhaftes Einsetzen zu vermeiden, was u.a. eine falsche Wuchsrichtung der Haare nach sich ziehen kann. Aber auch die Anordnung und die Beschaffenheiten der verwendeten Grafts (1er, 2er etc.) spielen eine entscheidende Rolle zum Erreichen eines optisch-ästhetisch gelungenen Resultats.

Das Risiko niedrige und schlechte Anwuchsrate

Risiko schlechte und geringe Anwuchsrate
Haartransplantation Risiken schlechte und geringe Anwuchsrate – Beispiel 1
Haarverpflanzung Risiko einer schlechten und geringen  Anwuchsrate Beispiel 2
Risiken von Haartransplantation Beispiel 2 einer geringen Erfolgsquote und schlechte Anwuchsrate

Zu den weiteren Risiken bei einer Haartransplantation kann sicherlich eine schlechte Anwuchsrate genannt werden. Die sehr empfindlichen Haarfollikel benötigten eines sehr sorgfältigen Umgangs und können diese während der Behandlung in vielen OP Schritten beschädigt werden, mit der Folge einer niedrigen Anwuchsrate.

Schlechte Anwuchsrate durch zu robuste und traumatische Einsetzung der Grafts, oder durch Austrocknung der Grafts während des Einsetzens

Oftmals liegen die höheren Risiken und letztendlich unterlaufenden Fehler schlichtweg begründet in mangelndem Wissen in Sachen Haartransplantation und an oftmals mangelnder Erfahrung seitens des Haarchirurgen, oder aber durch delegieren von wichtigen OP Schritten an unerfahrenes Personal/unerfahrene Assistenten was faktisch ebenso die Risiken erhöht.

Für Dr. Amit Kerure von der Skin Clinic in Mumbai kann bei einer Haartransplantation eine schlechte Anwuchsrate der Grafts die Folge einer fehlerhaften und traumatischen – zu robusten Einsetzung der Grafts, oder durch Austrocknung der Grafts während des Einsetzen sein. Er weißt weiter darauf hin, dass eine geringe Anwuchsrate auch die Folge sein könnte, wenn qualitativ schlechte Spenderhaare vorgelegen haben, wie z. B. bereits miniaturisiertes Haar (Vellushaare) und der Arzt dies vor dem Eingriff sehr genau begutachten und bei schlechten Voraussetzungen den Patienten schlichtweg nicht operieren sollte.1

Ist eine Haartransplantation für Raucher gefährlich und kann die Anwuchsrate möglicherweise durch Rauchen negativ beeinflusst werden? Ggf. schlechtere Resultate und Erfolgsquote durch Rauchen und Diabetes

Nein, eine Haartransplantation ist für Raucher grundsätzlich nicht gefährlicher, allerdings sind die Haartransplantations-Risiken erhöht und geht Dr. Amit Kerure in seinem Artikel darauf ein, dass schlechte Anwuchsraten ebenso durch Faktoren wie starkes Rauchen, Diabetes und übermäßige Sonneneinwirkung auf die Kopfhaut oder manchmal durch unspezifische individuelle anatomische Faktoren bedingt sein könnte.1 Durch Rauchen kann demnach die Erfolgsquote einer Haartransplantation sinken.

Unerwünschte Begleiterscheinung Cobblestoning und Pitting

Unter Cobblestoning bezeichnet man bei einer Haartransplantation eine Hügelbildung der Hautoberfläche um die Grafts herum. Die Haut ist nicht mehr glatt, sondern man sieht um die eingesetzten Haare/Transplantate herum optische Erhebungen, der korrekten Übersetzung nach „Kopfsteinpflasterbildung“. Unter Pitting versteht man genau das Gegenteil, eine Vertiefung um die Grafts herum, ähnlich einer Grube. Beides erzeugt ein Aussehen was den Patienten oft psychologisch sehr zu schaffen macht und Cobblestoning/Pitting sind fast immer auf chirurgische Fehler zurückzuführen, oder wenn das Einsetzen der Grafts durch unerfahrenes Personal erfolgt.

Gründe für Pitting und Korrektur

Laut Dr. Samuel M. Lam, MD vom Lam Institute für Haartransplantation in Plano, Texas, USA ist Pitting die Folge davon wenn die Transplantate zu tief eingesetzt wurden. Die Transplantate sollten so eingesetzt werden das diese etwas höher wie die Haut liegen, damit die Grafts bei Abklingen des Ödems auf gleicher höher liegen. Liegen die Transplantate tiefer wie die umgebende Haut ist die Wahrscheinlichkeit gross das es zu Pitting kommt, einer Grubenbildung um das Transplantate herum. Eine spätere Korrektur gestaltet sich als sehr schwierig. In sehr augenscheinlich empfindlichen Bereichen wie Geheimratsecken und Haarlinie kann man die „Gruben“ durch Stanzexzisionen entfernen und andernfalls können zusätzliche Grafts um die Grafts platziert werden um die Gruben etwas zu kaschieren.2

Gründe für Cobblestoning und Korrektur

Die Ursache von Cobblestoning liegt laut Dr. Lam genau in der gegenteiligen Problematik, wenn Grafts bei einer Haartransplantation zu hoch zur umgebenden Kopfhaut eingesetzt werden.2 Ebenso, wenn die Empfangsöffnungen für die Transplantate zu klein sind. Unabhängig davon das dann beim Einsetzen die Grafts geschädigt werden können, kann das zu grosse Transplantat mit zu viel Gewebe ebenso zu Cobblestoning und einer Hügelbildung führen. Auch die Korrektur von Cobblestoning gestaltet sich schwierig, wie Dr. Lam erwähnt. Der höhere Anteil der Haut kann bündig zur Kopfhaut getrennt werden, oder es können ebenso zum Kaschieren weitere Grafts um die vorhandenen schlechten Grafts mit Hügelbildung verpflanzt werden.2 Ob es um eine Korrektur von Cobblestoning oder Pitting geht, ist in jedem Fall anzuraten sich erst mal nur an ein paar Grafts zu testen.

Wie erfahren ist das Personal? Werden die Grafts während dem Eingriff regelmässig feucht gehalten? Vielerlei Gründe für ein insgesamt schlechtes Resultat

Auch sollte klar sein, dass wenn, wie gerade in vielen FUE Billig-Haarfabriken der Fall, in einer Haartransplantation regelmäßig 4.000 oder gar 5000 Grafts und mehr an nur einem einzigen Tag entnommen und verpflanzt werden, wahrscheinlich viele wichtige Details keine ausreichende Berücksichtigung finden. Wichtige Arbeitsvorgänge werden womöglich ausgelassen oder zu schnell durchgeführt und die Risiken der Haartransplantation steigen insgesamt deutlich an.

Neben der sorgfältigen Entnahme der Grafts/Transplantate (größte Sorgfalt, die Transections-Rate/Beschädigungsquote so minimal wie möglich halten und den bestmöglichen Haarcount pro Graft erzielen) spielen zusätzlich noch sehr viele andere Kriterien eine wichtige Rolle bezüglich Höhe der insgesamten Risiken während der Haartransplantation. Beispielsweise, wie lange die Grafts außerhalb des Körpers lagern, ob Etappenverpflanzung stattfindet (intermittierende FUE) und wie die Grafts nach der Entnahme behandelt werden.

Werden die entnommenen Transplantate beispielsweise während der Haartransplantation regelmäßig feucht gehalten? Wird das Einsetzen von einer erfahrenen Person durchgeführt? Die sehr feinen FUE-Grafts können beispielsweise schnell geschädigt werden, wenn die Grafts seitens der durchführenden Person zu tief eingesetzt werden oder womöglich irgendwo anecken und dadurch Schaden nehmen. In der Summe kommen viele Kriterien zusammen, welche unbedingt Beachtung finden sollten, damit die Haartransplantation erfolgreich verlaufen kann und eine gute Anwuchsrate erzielt wird.

Spezialthema Barttransplantation: Kann eine Transplantation vom Bart gefährlich sein? Wie hoch sind die Risiken und was sind die Folgen von Pfusch?

Welche Risiken geht man mit einer Haartransplantation für einen neuen Bart ein? Kann eine Barttransplantation gefährlich sein?

Seit einigen Jahren liegt ein schöner Bart im Trend wie noch nie. Dabei gilt, dass ein Bart zwar schon immer wichtig für Männer war, allerdings gerade in den letzten Jahren wurde guter Bartwuchs immer mehr ein Symbol für Attraktivität und Männlichkeit. Doch was tun, wenn nur ein spärlicher Bartwuchs vorliegt? Sicher kann auch in solchen Fällen eine Barttransplantation Abhilfe verschaffen und in spezialisierten Arzthänden gute Resultate erzielen. Doch wo liegen die Risiken?

Bart-Transplantation und die Gefahr erschöpfter Spendergebiete für zukünftigen Haarausfall

Wie auf unserer Seite schon mehrmals erwähnt handelt es sich bei einer Haartransplantation lediglich um eine Haarumverteilung und es wird sich des normalen Haarkranzes bedient, welcher allerdings nur begrenzt zu entnehmen ist. Heisst, wenn Menschen mit Haarausfall in Zukunft grössere kahle Flächen wie eine Vollglatze erreichen, dann kann es grundsätzlich vorkommen das der Spenderbereich nicht ausreicht um alle kahle Flächen bepflanzen zu können und sehr häufig müssen noch Gebiete unbepflanzt bleiben, wie z.B. die Tonsur.

Wird allerdings der Haarkranz, wessen Haare normalerweise bei einer Haartransplantation für die Bereiche von normalem erblichen Haarausfall zur Verfügung stehen (Oberkopf), bereits für eine Umverpflanzung/Transplantation in den Bartbereich genutzt, dann stehen noch weniger Transplantate für den Oberkopf zur Verfügung wie ohnehin schon zur Verfügung stehen und werden im Falle einer Vollglatze (NW 6 Situationen) noch grössere kahle Stellen riskiert wie bereits unter normalen Umständen auftreten können, vor allem wenn beispielsweise ggf. zusätzlich bei jungen Menschen eine zu tiefe Haarlinie gesetzt wurde. Deshalb: Gerade wenn junge Menschen den Wunsch nach schönerem Bart haben und sich einer Haartransplantation unterziehen möchten, muss ganz deutlich über mögliche Risiken für die Zukunft hingewiesen werden, vor allem dann, wenn in der Familie androgenetischer Haarausfall vorliegt und abzusehen ist, dass in Zukunft erblicher Haarausfall auf dem Oberkopf einsetzt und man diesen höchstwahrscheinlich ebenso optisch ausreichend behandelt haben möchte!

Unnatürliches Resultat der Barttransplantation durch Mehrfach-Grafts

Im Zuge des Trends hin zu Transplantationen vom Bart, ist leider auch in diesem Bereich Pfusch stark ansteigend. Genau wie bei einer Haarverpflanzung auf dem Oberkopf in der Haarlinie darauf zu achten ist das hier nur einzelne Haare verpflanzt werden, so verhält es sich auch bei einer Transplantation vom Bart. Schaut man sich einen natürlich gewachsen Bart mit Mikroskop an, stellt man fest das dieser meist aus einem hohen Anteil von 1 Haar-Grafts besteht. Werden allerdings nun in den Bart Mehrfach-Grafts verpflanzt (2er, 3 er, 4 er Grafts), dann kann auch hier ein sehr unnatürliches Resultat erzielt werden. Selbstredend das auch im Bartbereich zwingend auf die passende Haarwuchsrichtung zu achten ist und der Haartransplanteur ausreichend Erfahrung im Design von Bärten haben sollten.

Spezialthema: Haartransplantationen bei Frauen und die Risiken

Risiken Haartransplantation bei Frauen: Misslungenes Eigenhaar-Transplantation bei einer Frau mit  unzureichender Dichte, vereinzelt dicke Grafts in der Front
Haartransplantation Risiken bei Frauen: Unzureichende Dichte, vereinzelt dicke Grafts in der Front

Nicht nur Männer, sondern auch immer mehr Frauen sind in der Schweiz von erblichem Haarausfall betroffen und da die Haartransplantation die einzige echte dauerhafte Lösung darstellt, werden in Folge dessen auch immer mehr haarchirurgische Eingriffe bei weiblichen Patienten durchgeführt. Auch in diesem Bereich sind die Haartransplantation Risiken und der Anteil von misslungenen Op`s stark angestiegen, wie beispielsweise das oben gezeigte misslungene Frauen-Haarverpflanzung zeigt.

Der Haartransplanteur sollte ausreichend Erfahrung im Design von Frauen-Haarlinien haben und 1 Haar-Grafts in der vordersten Reihe ist Pflicht

Wie bei Männern, ist auch bei Frauen bei einer Haartransplantation darauf zu achten das in vorderster Front ausschließlich nur 1 Haar-Grafts verpflanzt werden. Gerade bei Frauen ist oftmals von der Natur her ein feiner Flaum am Beginn der Haarlinie zu sehen. Vorweg: Dieser „Haarflaum“ kann grundsätzlich mit einer Haartransplantation NICHT rekonstruiert werden, da jeder Haartransplanteur von der Qualität der Spenderhaare im Haarkranz abhängig ist und im Haarkranz in der Regel selbst die 1 er Haar-Grafts eine gewisse Dicke haben, da vollkommen gesund und normales Haarkaliber. Auch wenn zwar mit einer Haartransplantation kein Haarflaum rekonstruiert werden kann, ist es dennoch möglich auch bei Frauen natürliche Haarlinien zu erzielen, wenn darauf geachtet wird das 1. eine angemessene Haardichte pro qcm verflanzt wird und 2. in vorderster Front ausschließlich 1 er Haar-Grafts verwendet werden. Zudem ist es unerlässlich das der Haarchirurg bereits ausreichend Erfahrung im Haardesign von Frauen gesammelt hat.


„Interessieren Sie sich für eine Haartransplantation bei Frauen? Lesen Sie auf unserer ausführlichen Detailseite wichtige Informationen wie die Verpflanzung von eigenen Haaren bei erblichem Haarausfall auch bei weiblichen Patienten helfen kann und auf was alles geachtet werden muss.“

Andreas Krämer

Gefahrenpotential fliegende Ärzte

Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, wird bei Anbietern, aber auch bei Vermittlungsagenturen, vielfach ein Team beworben, welches die Haartransplantation durchführt. Es wird vermutlich mehrere Gründe geben, den Namen des ausführenden Arztes im Vorfeld nicht bekannt geben zu wollen. Einer dieser Gründe scheint jedoch zu sein, dass man Ärzte oder ganze Teams besser austauschen kann oder aus dem Ausland einfliegen lassen kann in jeweils anderer personeller Zusammensetzung, wenn Interessenten den Arzt nicht kennen und sich somit auch nicht auf einen bestimmten Arzt fokussieren. Auch an dieser Stelle sei angemerkt, dass ein vorausschauendes Handeln die Haartransplantation Risiken deutlich einschränkt! Nicht nur im Hinblick auf die eigene Behandlung (mangelnde Qualifikation und Behandlungsfehler), sondern ebenso in Bezug auf rechtliche Schritte, die im gegebenen Falle angestrengt werden. Transparenz sollte unabdingbar sein und gewährleistet zu jeder Zeit den direkten Kontakt zum behandelnden Arzt – vor der Behandlung, währenddessen und auch nach der Haartransplantation!

Steigende Haartransplantation Risiken, sinkende Erfolgsquote und Kampf gegen Pfusch: Die ISHRS Aufklärungskampagne „Fight The FIGHT“ gegen Fliessbandarbeit und sogenannte Black-Market Massenabfertigungs-Kliniken (Schwarzmarkt Kliniken) wie vor allem in der Türkei

„Viele der illegalen Kliniken wie einige in der Türkei haben schicke Webseiten mit Referenzen und Erfahrungsberichten, die sehr professionell wirken. Die Realität ist jedoch, dass die Haartransplantation möglicherweise von jemandem durchgeführt wird, der keine medizinische Ausbildung hat, mit folglich deutlich erhöhten Risiken und deutlich schlechteren Aussichten für eine gute Erfolgsquote“

ISHRS.org „Fight The FIGHT“ Kampagne3

ISHRS Kampagne gegen höhere Haartransplantation Risiken durch Billig-Kliniken mit Massenabfertigung und Fliessbandarbeit

Kampagne gegen erhöhte Haartransplantations- Risiken bei sogenannten Black-Market Kliniken

Die ISHRS ist ein internationaler Haarchirurgie-Verband mit über 1000 Mitglieder aus 70 verschiedenen Länder. Auch die ISHRS hat den Wandel der Zeit in der Branche erkannt und ist besorgt über die Entwicklung und die wachsenden Risiken für Patienten durch nicht lizenzierte Techniker, welche mittlerweile einen großen Anteil an weltweit durchgeführten Haartransplantationen darstellen und hat deshalb die Aufklärungskampagne „Fight the fight“ gegen erhöhte Haartransplantations-Risiken bei Black-Market Kliniken und steigende Anzahl von Pfusch bei Haartransplantationen ins Leben gerufen.3

Schockierendes Bild der ISHRS: Massenabfertigung und mehrere gleichzeitige Operationen in einem Raum durch nicht lizensierte Techniker wodurch die Risiken für eine Haartransplantation massiv ansteigen
Erhöhte Risiken und fallende Erfolgsquote bei Haartransplantationen durchgeführt von nicht lizensierten Techniker mit reiner Fließbandarbeit in einer Billig-Haarfarbrik: Bild ISHRS.org4

Laut ISHRS werden immer mehr Patienten weltweit, allem voran in der Türkei, dem Mekka für Haartransplantation, durch billige Preise, unseriöser Werbung und irreführender Informationen zusammen mit attraktiven All-Inklusive Preisen (Medizintourismus Pakete) dazu völlig leichtfertig und sogar mit einem guten Gefühl verleitet sich bei Kliniken operieren zu lassen in welchen ggf. die komplette Haartransplantation durch nichtmedizinische Personen mit sehr geringer Ausbildung durchgeführt werden. Dies erhöht die Gefahren gravierend, senkt die Erfolgsquote und stellt ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko dar und führt oft zu tragischen Folgen wie dauerhafter Narbenbildung, Infektionen, die zu entstellenden Ergebnissen mit sehr wenig bis gar keiner Möglichkeit der Korrektur führen.5


„Gerade in der Türkei ist Vorsicht geboten vor Billig-Haartransplantationen in Kliniken mit Massenabfertigung, es drohen niedrige Erfolgsquote und dezimierte Donorgebiete mit dauerhafter Vernarbungen. Auf dieser Detailseite haben wir einige Fakten und Informationen über die Risiken zusammengestellt, über die vermeintlichen Testsieger Kliniken mit 5 Sterne Bewertungen!“

Andreas Krämer
Andreas Krämer, Inhaber von Hairforlife

Die ISHRS ist der Meinung, dass die folgenden Schritte nur von einem lizenzierten Arzt durchgeführt werden sollte um die Erfolgsquote zu erhöhen und die Risiken bei einer Haartransplantation möglichst zu reduzieren:

  • Präoperative diagnostische Auswertung und Beratung
  • Planung der Haartransplantation
  • Durchführung der Haartransplantation einschließlich: Entnahme der Spenderhaare, Gestaltung des Haaransatzes/Haarlinien-Design, das Bilden der Empfangsöffnungen, Management anderer medizinischer Probleme des Patienten und möglicher unerwünschter Reaktionen, Post-operative Betreuung.5

(Anmerkung: Wir stimmen in allen Punkten mit der Kampagne überein, mit Einschränkungen im Punkt „Entnahme der Transplantate“. In vielen Billig-Kliniken wird 1. oft die komplette Haartransplantation (einschließlich Entnahme, Bilden der Empfangsöffnungen und Einsetzung der Grafts) ausschließlich durch nicht lizenzierte und nicht ausreichend geschulte Techniker/Assistenten durchgeführt und 2. OBENDRAUF oft ohne jegliche Anwesenheit und Kontrolle durch einen Arzt! Es gibt weltweit wissentlich einige sehr angesehene Haarchirurgen bei welchen zumindest die Transplantate/Grafts ebenso durch Assistenten entnommen werden, damit jedoch faktisch und nachweislich regelmäßig konstant gute Resultate erzielt werden. Der große Unterschied zu den „Black-Market Kliniken“ besteht in der Wichtigkeit, dass diese Assistenten sehr gut ausgebildet und in der Regel auch sehr erfahren sind und in Supervision arbeiten, somit der Arzt den Vorgang der Entnahme regelmäßig überwacht. Es wäre wünschenswert, wenn die ISHRS diesen Punkt mit einfließen lässt).

Laut ISHRS besteht der Black-Market aus einer Reihe von unseriösen Kliniken (viele davon ansässig in der Türkei, lesen Sie auch den Artikel über Billig FUE-Haartransplantationen in Istanbul, Türkei), die mit „Nicht-Ärzten“ besetzt sind (manchmal auch lediglich mit einem Arzt, um Patienten in die Irre zu führen) und illegale Praktiken ermöglichen. Patienten auf der ganzen Welt leiden unter den rechtswidrigen Handlungen dieser Kliniken, einschließlich Verletzungen und Narbenbildung, übermäßig beanspruchter Spenderbereiche (Mottenfraß Optik) oder irreparablen ästhetischen Ergebnissen wie künstlich aussehende Haarlinie, falsche Wuchsrichtung, Cobblestoning und Pitting.5

Die ISHRS hat die erhöhte Gefährlichkeit durch solche Billig-Klinik mit einigen online gestellten und aussagekräftigen Bildern von misslungenen Op`s verdeutlicht.6

ISHRS Bilder einer FUE mit übermässiger Donor Entnahme

Die negativen Folgen einer FUE-Haartransplantation, wenn zu viele follikuläre Einheiten im Haarkranz/Donor entnommen werden, fehlendes Wissen über die Blutversorgung der Haut vorliegt und des überaggressiven Versuchs, möglichst viele Grafts in sehr kurzer Zeit zu entnehmen:

Erhöhte Haartransplantation Risiken durch übermässige Entnahme bei der FUE Technik: Bilder ISHRS.org6

Die deutlich höheren Risiken bei einer FUE Haartransplantation als Folge der Extraktion zu vieler follikulärer Einheiten im Haarkranz/Donor und fehlendem Wissen über die Blutversorgung der Haut und des überaggressiven Versuchs, möglichst viele Grafts in sehr kurzer Zeit zu entnehmen.

ISHRS Bilder bezüglich dauerhafter Vernarbungen und Ausdünnung im Haarkranz/Donor

Erheblich erhöhte Haartransplantation Risiken bei einer FUE-OP durch übermäßige Entnahme. Ein übermäßiges Trauma sorgt für sichtbare Ausdünnung und Vernarbungen.

Realistisches Risiko bei einer Billig FUE Haartransplantation in einer Massen-Haarfabrik: Dauerhafte Ausdünnung und Vernarbungen im Haarkranz
Erhöhte Risiken bei einer Haartransplantation durch übermässige Entnahme bei der FUE Technik: Bilder ISHRS.org6

ISHRS Bilder: Irreversibles Overharvesting

Risiken wie dauerhafte Haarkranzausdünnung und irreversible übermässige FUE Haarentnahme – Beispiel bei einer Frau: Bilder ISHRS.org6

Durch mangelnde Erfahrung und fehlende Fähigkeit kann es bei der FUE-Haartransplantation (Einzelhaarentnahme-Technik) auch bei Frauen mit deutlich erhöhten Risiken einhergehen, mit einem massiven Haarausfall im Spenderbereich und zu einer Ausdünnung führen, die nicht reversibel ist.

Haartransplantation Risiken: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das während der OP etwas schief läuft? Wie hoch ist die Erfolgsquote? Keine operativer Eingriff kann zu 100 % garantiert werden!

Gewisse Risiken bestehen bei einer Haartransplantation ebenso, wie bei jeglichen anderen operativen Eingriffen und lassen sich auch nicht zu 100% ausschließen. Aber sie lassen sich bestmöglich eingrenzen, wenn wichtige Parameter bei der Suche nach einem geeigneten Haarchirurgen beachtet werden. Die Kosten der Behandlung oder die Entfernung zum Standort eines Arztes/Klinik sollten daher niemals in die Entscheidung einfließen. Ausschließlich die Wahl eines exzellenten Spezialisten für Haarchirurgie kann die Chancen auf ein gutes Resultate ohne Komplikationen bestmöglich optimieren. Die Erfolgsquote und Chance auf ein gutes Resultat liegt bei erfahrenen und spezialisierten Haarchirurg bei guten 95 %. Allerdings lassen sich die 5 % der unzufriedenen Patienten unterteilen in Patienten bei denen schlichtweg die Erwartungshaltung zu hoch war und Patienten bei denen es in der Tat an Stellen nicht optimal gewachsen ist, was sich allerdings in der Regel ohne Probleme durch ein kleines Touch-Up korrigieren lässt. Sollte tatsächlich der Fall eintreten, dass die Haartransplantation nicht das gewünschte Resultat hervorbringt, so darf man bei ausgewiesenen Experten für Haartransplantationen von einer großzügigen Kulanzhaltung ausgehen und auch für den Fall einer Nachbehandlung ist man in besten Händen.

Unumkehrbarer Eingriff, Entschluss mit lebenslangen Folgen und Verlust weiterer Optionen

Bereits beim ersten Gedankengang in Richtung Haartransplantation müssen die Risiken und die besondere Tragweite derartiger Eingriffe am menschlichen Körper Einfluss nehmen auf alle weiterführenden Überlegungen und Entschlüsse. Als am besten geeignetes Spender-Material dient das eigene Resthaar im Haarkranz des Hinterkopfes. Die Anzahl der Spendertransplantate ist somit auf eben diese Anzahl der dort verfügbaren Haare begrenzt. Unprofessionell arbeitende Ärzte, die diesen Spenderbereich regelrecht ausbeuten und dezimieren oder eine maschinell gestützte Entnahme durchführen oder grundsätzlich nur eine niedrige Anwuchsrate erzielen, was auf mangelnden Fach- und Sachkenntnissen oder ungeeigneten Geräten basiert, können den „Vorrat“ an Spendertransplantaten ruinieren. In weiterer Folge stehen schlimmstenfalls keine Transplantate mehr zur Verfügung, um später eine weitere Haartransplantation durchführen zu lassen, was sehr oft notwendig ist bzw. gewünscht wird.

Die Basis jeder Haartransplantation sind ausreichend Spenderhaare: Für immer verlorene Spenderhaare wiegen schwer, Verlust von Spendermaterial im Haarkranz ist unumkehrbar!

Das grösste Risiko bei einer Haartransplantation: Beschädigte Donorhaare sind für immer verloren
Risiko der Unumkehrbarkeit: Beschädigte Donorhaare sind für immer verloren

Das machen sich viele Interessenten nicht ausreichend klar, wenn es darum geht, einen Haarchirurgen für die eigene Haartransplantation auszuwählen. Es ist wirklich extrem erschreckend, zu sehen wie viele Menschen höhere Risiken bei einem medizinischen Eingriff in Kauf nehmen und wenn man z.B. in Istanbul im Flughafengebäude auf seinen Flug wartet (Istanbul gilt quasi als Hochburg für Haartransplantationen im Billig-Segment) und zig gerade erst behandelte „Patienten“ sieht, die ebenso ihre Heimreise antreten möchten und welche den Blick auf eine völlig ruinierte Spenderzone (Haarkranz) preisgeben. Man erlebt zufriedene, oft glückliche Gesichter von Menschen, die offenbar noch gar nicht wissen, was da gerade mit ihnen geschehen ist. Die Ernüchterung folgt dann später, wenn das erwünschte Resultat nicht erreicht wird und regelrechte Verzweiflung wird sich vermutlich anschließen, wenn sich herausstellt, dass keine weitere Haartransplantation mehr stattfinden kann, da kein ausreichendes Spendermaterial mehr zur Verfügung steht. In eine solche Situation und Lage geraten zu können, machen sich viele Interessenten im Vorfeld nicht bewusst. Die dauerhafte und irreversible Schädigung der Spenderzone (Haarkranz) ist eines der größten Problematiken die auftreten können!

Daher soll dieser Absatz noch einmal eindringlich aufzeigen, wie endgültig und unumkehrbar die Ausbeutung/der Ruin der Spenderzone durch einen qualitativ mangelhaften Eingriff ist – und wie schwerwiegend die Folgen sind, die im Zweifel eine lebenslange Beeinträchtigung nach sich ziehen.

Für Interessierte einer Haartransplantation mit schneller Gesellschaftsfähigkeit geht es hier zum Thema FUE Haartransplantation-Methode (Einzelentnahme) ohne jegliche Rasur.


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„Haben Sie Interesse an einer Haartransplantation und möchten mehr erfahren über Ihre individuellen Möglichkeiten und welche Risiken mit der OP einhergehen? Ich berate Sie gerne!

Andreas Krämer


Haben Sie Interesse an einer Haartransplantation, aber fürchten die Risiken? Sind auf der Suche nach ausschliesslich renommierten Haarchirurgen mit belegten Resultaten und Chancen auf hohe Erfolgsquote? Ich berate Sie gerne!

Quellen/Referenzen/Autor

1 Dr. Amit Kerure, Mumbai, Mumbai, Indien https://www.jcasonline.com/article.asp?issn=0974-2077;year=2018;volume=11;issue=4;spage=182;epage=189;aulast=Kerure
2 Dr. Samuel M. Lam, MD, Plano, Texas, USA https://www.facialplastic.theclinics.com/article/S1064-7406(13)00099-0/pdf
3 https://fightthefight.ishrs.org/
4 https://ishrs.org/2019/03/04/illegal-hair-transplant/#more-6729
5 https://fightthefight.ishrs.org/about/
6 https://fightthefight.ishrs.org/beware-risks/

Autor:
Andreas Krämer und Hairforlife Experten-Redaktion