Haartransplantationen: Informationen für volleres Haar – so geht`s!

Haartransplantationen für volleres Haar! Infos und Informationen

Gelungenes Resultat einer Haartransplantation in die Haarlinie und Geheimratsecken

Wenn sich bei Männern und Frauen Haarausfall einstellt, sich bei Männer langsam Geheimratsecken bilden oder sich gar eine Glatze entwickelt und bei Frauen die Haare dünner werden, vor allem in gut sichtbaren Gebieten, ist dies für die Betroffenen sehr belastend. Haartransplantationen können in solchen Fällen zur Haarverdichtung, oder aber für neue Haare auf vormals kahlen Gebieten helfen und die Resultate sind dauerhaft. Auch viele Prominente haben bereits eine Haartransplantation durchgeführt, doch der Eingriff hat auch seine Tücken. Nachfolgend finden Sie einige wichtige Informationen und Fakten betreffend Haartransplantationen.

Haartransplantationen und Haarverdichtungen für Frauen und Männer auf lichtere Gebiete oder auf kahles Gebiet – einige Infos!

Haarverdichtung: Links vor und rechts nach der Haarauffüllung durch eine Haartransplantation

Haarverdichtung: Links vor und rechts nach der Haarauffüllung durch eine Haartransplantation


Haartransplantationen auf kahles Gebiet: Beispielresultat → Oben vor und unten nach der OP

Haartransplantationen auf kahles Gebiet: Beispielresultat → Oben vor und unten nach der OP

Haartransplantationen und grundlegende Informationen

Für eine Haartransplantation (Kurzbezeichnung HT) kursieren mehrere Begrifflichkeiten, die jedoch alle miteinander den selben Eingriff beschreiben. So findet man ebenso auch die Bezeichnungen Haarverpflanzung, Eigenhaartransplantation, Eigenhaarverpflanzung, Eigenhaar-OP, Eigenhaar-Transplantation, Eigenhaar-Operation, haarchirurgischer Eingriff,  Haar-OP, oder wird auch unter einer Haarauffüllung oder Haarverdichtung oft eine Haartransplantation verstanden.

Der Titel sagt es grundlegend schon aus – bei einer Haartransplantation werden Haarwurzeln transplantiert/eingepflanzt, entweder auf komplett kahles Gebiet, oder aber auch zur Verdichtung. Im Unterschied zu den bekannten Organ-Transplantationen verwendet man bei einer Haar-OP jedoch ausschließlich Spendermaterial der selben Person/des Betroffenen/des Patienten.

Betroffene der androgenetischen Alopezie (AGA, erblich bedingt) verlieren in der Regel nach und nach einen Großteil ihrer Haare, da ein DHT-Überschuss vorliegt. Oft zeigen sich zunächst so genannte „Geheimratsecken“, danach dünnt sich auch der „Haaransatz“ nach und nach aus und letztlich sind der „Oberkopf“ und der „Tonsurbereich“ am Hinterkopf von Haarausfall betroffen. Bei Frauen können diese Veränderungen im Übrigen ebenfalls stattfinden, siehe auch Haarausfall bei Frauen.

Infos zum Grundprinzip von Haartransplantationen

Schaut man sich die betroffenen Personen von Glatzen an, fallt einem auf das diese in der Regel immer noch einen Haarkranz behalten. Diese Haare sind allerdings völlig unempfindlich gegenüber den schädlichen männlichen Hormen (DHT)  und fallen nicht mehr aus, ebenso wie Haare in anderen Gebieten, wie Bart und Körperhaare. Genau hier setzt das Prinzip von Haartransplantation an, indem unpfindliche Haare aus dem festen Haarkranz auf kahle Stellen „umverpflanzt“ werden und dort dauerhaft wachsen.

Möglichkeit einer Haartransplantation | Ausschluss bei krankhaftem Haarausfall | Norwood 7

Genetisch bedingter Haarausfall kann grundsätzlich mit einer Haartransplantation behandelt werden. Voraussetzung ist, dass modernste Techniken und Instrumente verwendet werden und ein ebenso erfahrener, wie talentierter Arzt die Behandlung vornimmt. Haartransplantationen können nicht durchgeführt werden bei krankhaftem Haarausfall! Gibt es in der Familie Fälle von Norwood 7 (siehe Norwood Skala), sollte eine Haartransplantation ebenfalls nicht in Erwägung gezogen werden, da in diesen Fällen nur ein sehr begrenzter Bereich an Spenderhaaren im Haarkranz zur Verfügung steht, der keine ästhetisch befriedigende Verdichtung bei einer ausgeprägten, großflächigen Glatzenbildung zulässt.

Infos zur Haltbarkeit von Haartransplantationen: Ist das Resultat einer Verpflanzung oder einer Haarverdichtung/Haarauffüllung permanent?

In der Regel ja! Wie oben bereits angedeutet sind Haare aus dem Haarkranz (ebenso Bart- und Körperhaare) DHT-unempfindlich und fallen daher nicht aus. Es verbleibt jedoch ein Haar-Ring (dem sogenannten Spendergebiet/Donor Area), dessen Haarwurzeln sich gegenüber dem vermehrten DHT ebenfalls unempfindlich zeigen. Diesen Umstand macht sich die Haarchirurgie zunutze, indem man von den dort befindlichen Haarfollikel einige entnimmt (auch Grafts genannt), welche als Spenderhaare auf den kahlen Stellen fungieren sollen.

Ein sehr großer Vorteil der „Unempfindlichkeit“ der Haarwurzeln aus dem Resthaar-Gebiet (Donor-Area) ist, dass sich diese Unempfindlichkeit an der neuen Stelle des Kopfes fortsetzt. Aus diesem Grunde sind Haartransplantationen sehr beliebt und erfreuen sich trotz des finanziellen Aufwands und sicherlich einiger sehr erwartungsvoller Monate angesichts der zu erwartenden Ergebnisse immer mehr Beliebtheit.

Info: Es muss jedoch erwähnt werden, dass es auch Haarkränze gibt welche ggf. mit dem Älterwerden und in höherem Alter etwas „ausdünnen“, gerade bei einem hohen Glatzen-Grad wie NW 6. In solchen Fällen wird mit dem Älterwerden auch das Resultat „dünner“. Man vermutet übrigens das allerdings ein Wirkstoff gegen Haarausfall, das sogenannte Finasterid auch hier helfen und den Vorgang ggf. stoppen oder abschwächen kann.

Sonderfall chirurgische Haarverdichtung – Haarauffüllung → Bei weiterem Haarausfall wird das Resultat wieder schlechter

Anders verhält es sich allerdings bei einer chirurgischen Haarverdichtung (Haarauffüllung). Die transplantierten Haaren bleiben zwar permanent bestehen, aber wenn der Haarausfall voranschreitet und bestehende (nicht zuvor verpflanzte) Haare ausfallen, dann wird das vorher erzielte Resultat in Folge wieder schlechter und werden somit wieder weitere HT-Eingriffe notwendig. Deshalb ist es auch ratsam ggf. nach einer Haarverdichtung mit Medikamenten wie Finasterid und Minoxidil zu starten, um den Haarausfall möglichst zu stoppen oder zu verlangsam (lesen Sie dazu unseren Artikel Haarausfall stoppen und beheben durch Medikamente).

Anwendbarkeit von Haarverdichtungen und Haartransplantationen bei Frauen und Männer

Haarverdichtungen und Haartransplantationen sind grundsätzlich möglich bei Männer, aber auch möglich bei Frauen.

Allerdings ist die Voraussetzung für das Durchführen einer Transplantation, dass auschliesslich der klassische erbliche Haarausfall vorliegt und zudem das Donorgebiet noch gut erhalten ist. Bei krankhaftem Haarausfall wie kreisrunder Haarausfall oder Alopecia Areata kann KEINE Haartransplantation durchgeführt werden.

Wichtig zu wissen: Wenn letztendlich der Entschluss gefallen ist eine HT durchzuführen, dann ist wie oben erwähnt eine Therapie gegen das Forschreiten des erblich bedingten Haarausfall mit kontinuierlicher Anwendung von Finasterid zu empfehlen (gilt nur für Männer), insbesondere nach Verdichtungen! Denn wenn der erblich bedingte Haarausfall weitergeht und bestehende – nicht transplantierte Haare – ausfallen, sind weitere Haartransplantationen notwendig. Lässt man sich beispielsweise Haare in die Geheimratsecken verpflanzen und schreitet der Haarausfall voran, würden ohne weitere Operationen sogenannte Teufelshörner entstehen, oder nach Verdichtungen würde das Resultat in Folge wieder deutlich schlechter.